Mit 13 und mit 16 Jahren begann ich, an meinem ersten Roman zu schreiben - in beiden Fällen blieb er unvollendet. Nach dem Abitur wollte ich etwas ganz anderes machen und Musikmanagerin werden. Ich organisierte Tourneen für den Deutschen Rockmusikerverband, arbeitete mit anderen Bands zusammen wie „Clowns & Helden“. Nach zwei Jahren wusste ich, dass das nicht der Sinn meines Lebens sein kann. Ich ging für ein Jahr nach Paris – und begann wieder zu schreiben. Nur – wirklich glücklich war ich mit dem Ergebnis nicht. Als ich 1992 nach Deutschland zurückkehrte, startete an der Universität in Hildesheim ein neuer Studiengang: Kreatives Schreiben bei dem Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil. Ich bewarb mich, bestand die Aufnahmeprüfung – und legte los; studierte Literatur und kreatives Schreiben im Hauptfach, Musik im Nebenfach. Meine Romanidee von einst setzte ich dann in Form meiner Diplomarbeit endlich in die Tat um. Der Roman „Verstummt“, der den Aufstieg und den Fall des (fiktiven) Rockmusikers Bryan Rogers zum Inhalt hat, erschien 2004.
Das Schreiben von Romanen ist eine einsame Angelegenheit. Außerdem setzt es voraus, das die Inspirationsquelle ständig sprudeln muss. Nicht zuletzt deshalb begann ich, journalistisch zu schreiben und arbeitete von 1999 bis 2002 als Redakteurin für das Stadtmagazin „Genau“ in Leer. Aber das Thema „Starwesen“ ließ mich nicht los. So entschloss ich mich 2002, es im Rahmen einer Dissertation genauer zu untersuchen. Als Promotionsstipendiatin der Hans-Böckler-Stiftung schloss ich dieses Vorhaben 2006 mit magna cum laude ab. Fortan allein wissenschaftlich zu arbeiten, konnte ich mir nicht vorstellen. Ich mag die Mischung aus journalistischem, belletristischem und wissenschaftlichem Schreiben und Arbeiten und praktiziere sie hauptberuflich seit 2006.