Maya Hostettler promovierte 1985 an der Universität Zürich mit einer Dissertation über Reiselitertur und Romanschaffen. Nach dem Studium entschied sie sich, erst einmal die Welt kennenzulernen. Während ihren Reisen durch Europa und Afrika berichtete sie für Tageszeitungen in essayistischer Form. Gleichzeitig schrieb sie Gedichte, Novellen, Romane, Theaterstücke und Hörspiele, die in der Schweiz und den USA veröffentlicht und aufgeführt wurden.

1988 kehrte sie in die Schweiz zurück, wo sie an der Universität Zürich zu unterrichten begann. Grosszügig vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt, siedelte sie in die USA über und forschte da über Sprachtheorie, Spracherwerb und Literatur. Drei Jahre später erhielt sie den Ruf zum Regents’ Professor der University of California und unterrichtete über Critical Theory und Gender Studies.

1998 begann sie für die Filmindustrie in Los Angeles zu arbeiten. Als personal assistant für Maximilian Schell lernte sie das Handwerk als Filmscreenwriter. In der Folge wurde sie von verschiedenen amerikanischen TV-Sendern als Autorin engagiert. Sehr spannend war die Mitarbeit an einem Portrait über Maria Schell, das Maximilian Schell produzierte.

Heute lebt Maya Hostettler abwechselnd in Uerikon (Zürich, Schweiz) und Pany (Graubünden, Schweiz), wo sie an ihren Texten arbeitet. Ihr ständiger Begleiter Baboo, ein „Toller“, erinnert sie stets daran, dass ausgedehnte Spaziergänge dem Leben ebenso bekömmlich sind, wie Schreiben, Lesen und Forschen.